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, Lipp Michael

RADIANT: DTN für Amateurfunk

Das Projekt RADIANT untersucht Delay-Tolerant Networking (DTN) für den Amateurfunk. Gemeinsam mit AMSAT-UK, AMSAT-DL und der Goonhilly Earth Station soll eine Store-and-Forward-Kommunikation über unterbrochene Funkverbindungen bis hin zu zukünftigen Anwendungen im cislunaren Raum demonstriert werden.

Mit dem Projekt „RADIANT“ (Radio Amateur Delay-tolerant Interplanetary Networking Testbed) arbeitet das Gremium an der praktischen Erprobung von Delay-Tolerant Networking (DTN) im Amateurfunk.

Ziel des Projekts ist die Übertragung von Daten über Funkverbindungen mit langen Unterbrüchen oder grossen Laufzeiten. Dabei wird ein Store-and-Forward-Ansatz verwendet, bei dem Daten zwischengespeichert und erst bei verfügbarer Verbindung weitergeleitet werden.

RADIANT basiert auf der von NASA Glenn entwickelten HDTN-Software (High-rate Delay Tolerant Networking) und verwendet den Bundle Protocol Standard BPv7. Die Kommunikation erfolgt über Amateurfunk-Verbindungen und soll schrittweise von terrestrischen Stationen über Verbindungen zu CubeSats bis hin zu Anwendungen im cislunaren Raum erweitert werden.

Gemäss Projektbeschreibung existiert bereits eine Simulation mit mehreren Knoten, welche typische Signallaufzeiten zwischen Erde, Mond und Mars nachbildet. Zusätzlich werden Funktionen wie priorisierte Datenübertragung, persistente Datenspeicherung sowie Routing über mehrere Relaisknoten beschrieben.

Das Projekt entsteht in Zusammenarbeit zwischen AMSAT-UK, AMSAT-DL und der Goonhilly Earth Station. Gesucht werden weitere Partner aus den Bereichen Amateurfunk, Forschung, Hochschulen und Raumfahrt.

Quellen